Stadtkapelle Gmunden

Musik verbindet!
 

Gründungsjahre

CHRONIK

 

Die erste urkundliche Nachricht über das "Stadt-Spill" stammt aus dem Jahre 1690. 

Es ist anzunehmen, dass diese Musikkapelle schon einige Jahre bestand, denn die "Kammerraittung" 
des Magistrates verzeichnete in diesem Jahr die Auszahlung eines Erhaltungsbeitrages an das Stadt-Spill. 
Doch weist die Berichterstattung über das Musikleben in Gmunden immer wieder Lücken auf, wo es keine Stadtmusik gab bzw. es nicht sicher ist, dass ein Klangkörpervorhanden war. Diese Lücken umfassen ca. 16 Jahre.


                            Das damalige Stadt-Spill stand unter der Leitung des Thurnermeisters                               und bestand aus dessen Gesellen und den Kirchenmusikern. 

Wenn es aufspielte, sah es der Zeit entsprechend folgendermaßen aus:
  Ein paar "Pfeiffer", ein Paar "Fiedler", einige "Klarinettisten" und einige "Trommler" in der damaligen Kleidung.

 

Im 18. Jahrhundert geht dann die Leitung des Stadt-Spills auf Chorregenten über, 

die als "Musik-Directeur" bezeichnet wurden.

Diese hatten schon das Recht, im Bedarfsfall fremde Musiker heranzuziehen.


... im 19. Jahrhundert wurde der Grundstein für die Erhaltung gelegt ...

 

Am 2. Oktober 1801 ernennt der Magistrat den musikkundigen Schulmeister, 
Magistratsrat Wenzel Gyrowetz, zum magistratlichen Musikkommissär. 
Dieser war für die Unterhaltungen und Veranstaltungen in öffentlichen
Lokalen oder bei Festen, wie Hochzeiten, Konzerten, Tänzen, bei denen 
besonderer Wert auf das "ländische Tanzen" gelegt wurde, verantwortlich.


1802 wurde die Kapelle mit neuen Instrumenten ausgestattet. 

Damals hatten sich schon die Naturtrompeter und Naturhörner durchgesetzt.

 


1804 kaufte der Magistrat die nötigen Instrumente für eine "türkische Musik". 

Es waren dies ein "Halbmond" mit fünf Glöckeln und 22 Schellen, 
ein Glockenspiel mit neun Tönen, 2 Klarinetten, zwei Pauken, eine kleine und
eine große Trommel. Er gab dafür 175 Gulden und 20 Kreuzer aus.

 


1861 folgte der Regens Chori Stagl. 

Dieser leitete auch eine Musikschule und bildete daraus. als die alten Musiker 
zusammenschmolzen, eine Knabenkapelle. Sie spielte Blasmusik und war "wohlgeschult". 
Es war wohl das jugendliche Alter der Musiker schuld, dass sie den 
Anforderungen einer städtischen Musik auf Dauer nicht gerecht wurden. 
Es kam zur Gründung einer Veteranenkapelle und damit zu einer 
Unterbrechung der Bestehens der Stadtmusik. Damals entsprachen die 
Blasmusikkapellen schon annähernd unseren heutigen Kapellen.

Im Jahre 1885 fasste der Gemeindeausschuss den Beschluss, die städtische Musikkapelle wieder ins Leben zu rufen,

 

Da durch das Zusammenschmelzen der Musiker in Gmunden befürchtet wurde, in absehbarer Zeit ohne Musikkapelle zu sein. 
Kapellmeister wurde Karl Schulz (1885 - 1888). Auf ihn folgten Alois Radlegger und ab 1894 Theodor Grohmann. 
Damals entwickelte sich Gmunden rasch zu einem gesuchten Kurort  und dieser stellte große Anforderungen and die Musik. 
Die heimischen Musiker, die ja den verschiedensten Berufen nachgingen, konnten diese Bedürfnisse nicht erfüllen, 
weil sie ja nicht die Zeit hatten, täglich zwei und später sogar drei Konzerte zu spielen, ganz abgesehen von den nötigen Proben. 
Es mussten daher im Sommer auswärtige Berufsmusiker herangezogen werden. Dabei schwand die Zahl der heimischen Musiker
wieder und man musste befürchten, dass in Kürze Gmunden ohne eigene Kapelle sein werde.


Im Frühjahr 1896 ging man daran, die Stadtkapelle wieder zu neuem Leben zu erwecken. 

 

Der Kaufmann Josef Vesco schlug vor, ein Komitee zur Gründung und einen 

 

"Verein zur Förderung und Erhaltung der Stadtkapelle" zu gründen.

Damit wurde die Grundlage für ihre Erhaltung geschaffen. 
Die wiedererstandene Stadtkapelle war, wie vorher, eine Blasmusikkapelle. 
Sie wurde geleitet vom Stadtkapellmeister Karl Theodor Grohmann (1896 - 1922).

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